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Mai 2010

Wasser

Essaouira – ça ira

Mai 14, 2010

„Agadir – rien à dire, Essaouira – ça ira, Marrakesch – l’arnaquech, Tanger – danger“. So lautet eine beliebte Redewendung in Marokko. Wie viel Tiefsinn auch immer darin stecken mag, Essaouira ist jedenfalls die einzige Stadt, die dabei irgendwie gut wegkommt. Tatsächlich fühlt man sich in dieser weißen Stadt am Meer bisweilen verzaubert. Die Häuser, die teilweise auf der Stadtmauer hängen und den wilden Wellen des Atlantiks ihre massiven und in dunklen Farbtönen gehaltenen Außenseiten zuwenden, wecken Erinnerungen an kindliche Vorstellungen von Seeräuber-Nestern. Das lässt sich besonders gut auf der Stadt vorgelagerten Felsbänken wahrnehmen, auf denen man herumklettern kann. Innerhalb der Stadtmauern ist alles sehr eng, in den verschlungenen Gängen und Gassen, die oftmals unter den Häusern hindurchführen, verläuft man sich schnell. Im Gegensatz zu Marrakesch ist Essaouira ein Dorf, alles Luft recht gemütlich ab. Man kann sehr gemütlich zwischen den weißen Häusern herumschlendern, sich den starken olfaktorischen Reizen des Fischerhafens aussetzen. Abends speist man hervorragend in einem der Restaurants, die sich in jüngerer Zeit im Bereich eines erhöht gelegenen Stücks Stadtmauer etabliert haben und zum Teil gehobenen Ansprüchen genügen.